Und hier ist eine meiner EX : die blonde Britin - meine Zimtzicke

nachdem meine LastMohawk zum Ende einer tollen Tour mit Lagerschaden die Garage hüten muss, habe ich mir einen Wunsch erfüllt und mir einen Café Racer zugelegt.

Die blonde Britin ist ein Triumph Thruxton 900 mit 70PS aus dem Twin. Sie spurtet agil um Kurven und macht mächtig Spaß bein biken. Naja die alte Q hohlte mehr Dampf aus ihren 70 PS wie die Britin aber dafür ist im Bereich 80 - 140 km/h wesentlich anzugsfreudiger.

Erste Wermutstropfen gab es schon auf den ersten 1000 km. Nach einem Wolkenbruchartigen Regen ließ sie mich im Regen stehen und wollte einfach nicht mehr. Der Händler tippt auf ein Problem mit der Tankentlüftung, dieser wird über einen Schlauch der vor dem Hinterrad endet entlüftet. Bestimmt hat sich ein Tropfen Wasser dort festgesetzt und im Tank entstand ein Unterdruck meinte er. Er hat den Schlauch schräg gekürzt und ich hoffe sie lässt mich jetzt nicht mehr stehn.

Daraufhin habe ich ihr prompt den Namen Zimtzicke verliehen. Hier ein Bild von der blonden Britin.

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So hat sie zum Schluß ausgesehn die Zimtzicke...

und hier mal ein kleiner Reisebericht den ich mit der Blonden erlebt habe...

Hallo zusammen.


Hatte die vergangenen Tage tolle Erlebnisse mit meiner Thrux.

Angefangen hat es Dienstag als ich mich auf meine Blonde (Thrux ist gelb) schwang und so 370 km über Pfälzer Wald, Johanniskreuz und den Hunsrück zur Mosel hinab nach Zell und weiter über den Nürburgring in die Eifel unternahm.

Im Pfälzer Wald war es vormittags noch richtig kalt. Der Kellner an dem bekannten Bikertreff freute sich über einen anfangs einsamen Gast im Nebel hihi. Kurz darauf kam eine Gruppe Holländer mit ihren bajuwarischen Bikes und bestaunten meine Thrux. So viel filigranes war an ihren modernen Boxern nicht mehr sichtbar.

Dann weiter über den Hunsrück und schmale Sträßchen suchen und auch finden .

Hier zwei Bilder von einer Kurzen Rast irgendwo im Hunsrück:

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Runter zur Mosel in Zell (eine richtig tolle kurvige Abfahrt, links vorbei an einigen Dosen und auch einigen Choppern), endlich etwas wärmer und angenehmer zum Fahren als im Nebel heute morgen in der Pfalz. Also Windjacke aus, Ärmel etwas zurück und Handschuhe umgekrempelt.

Dann weiter über Alf nach Adenau am Nürburgring und ne Cola getrunken, das bunte Treiben der Wahnsinnigen auf der Nordschleife angeschaut und auf meine Flügelfrau gewartet. Ihr wisst ja bei den Jetpiloten nennt man den der auf einen aufpasst den Flügelmann. Bei mir ist es ein Supersportler mit der doppelten Anzahl an Pferdchen als meine Thrux je haben wird . Aber es macht uns beiden Spass so richtig anzugasen und die Mopeds fliegen zu lassen. Gut ich voll am Hahn, die Flügelfrau mal so knapp im 2. Gang *gg*.  Es macht richtig Laune hinter dem Supersportler herzufahren oder auch vorneweg zu düsen.


Mittwochs haben wir Proviant fürs die weiteren Tage gepackt und die Bikes nochmal gecheckt (Naja bei so einem Japanbike weiß man ja nie).
Gefahren: nur 10 km um Getränke und etwas zu futtern zu kaufen.

Donnertsags dann zusammen Richtung Bonn, Jau DON bin durch deine Stadt gedüst, gehört haste mich net, hab weder TOR’s noch Shark’s dran dann weiter Richtung Hennef und Siegen zum Edersee. Dort haben wir uns mit ca 80 weiteren Bikern aller Couleur getroffen. Wir kennen uns aus einem anderen Forum dem freebiker.com. Also Quartier bezogen und erstmal Smalltalk gehalten.

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Freitagmorgens kam die Sonne in strömen . Zum Glück hörte es am späten Vormittag auf und wir fuhren ne kleine Tour rund um den Stausee südlich von Kassel. Ich musste feststellen, meine originalen Metzeler haben so ihre Probleme wenn die Kurven noch nass sind, halten dafür aber auf trockener Strasse super. Nach dem Mittagessen waren die Strassen soweit abgetrocknet und wir konnten die herrlichen Kurven geniessen. Bei einem kurzen Kaffee- und Windbeutel-Stopp machte ich mich mit meinem Flügelmann und drei weiteren Fahren zu einer Angas-Tour auf. Mann meine Thrux war mit Abstand das schwächste Bike und ich war permanet am Limit der Leistung des Twins. Nach ner Stunde spürte ich, dass zwei Stunden Schlaf die Nacht vorher doch etwas wenig waren und hatte so meine Probleme den Anderen zu folgen. Aber mit Hilfe meines Flügelmannes schaffte ich die restliche Strecke bis zum Diemelsee . Auf der Rückfahrt war ich dann als zweiter Fahrer integriert und es ging ganz flott zum Edersee und der restlichen Bikermeute zurück.

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Samstags fuhren wir ne richtig tolle Tour, denke mal es waren so ca 300 km mit 80 Bikes. Gefahren wurde mit Marshalls, was ein Warten auf die Nachzügler unnötig machte. Wir Beide, mein Flügelmann und ich hatten uns an dritter bzw. vierter Position eingereiht. Es ging richtig gut zur Sache. Schnell fand ich im Rückspiegel nur noch zwei Mopeds wieder, eine neue BMW R1200S und ne rote Triumph Sprint…. Wir Briten waren die einzige Marke mit zwei Bikes in der vorderen Gruppe – stolz bin -. Die Tour ging durch die hessischen Lande und Mittagessen gab es am Meissner … wohl einer der Berge dort… Gulaschsuppe und was mir als bekennender Schwabe gefiel: Spätzle.

Nach der obligatorischen Dusche – nein nicht während der Fahrt sonder nach der Ankunft, wurde wieder bis in die Nacht gefeiert.

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Sonntags gings zu Zweit zurück. Eigentlich wollten wir uns im Hunsrück verabschieden, aber der Regen machte uns in Dillenburg einen Strich durch die Rechnung. Also weiter in die Eifel und eine Übernachtung drangehängt.

Montagmorgen konnte die Blonde zeigen, dass ich mich auf sie verlassen kann. Musste 350km zurücklegen um pünktlich im Schwarzwald ins Büro zu kommen. An dieser Stelle mal ein dickes Lob an die britischen Twins, war fast pünktlich und fuhr die 350km Bahn permanent so zwischen 160 und 180 km/h mit zwei Tankstopps dazwischen. Als ich im Nordschwarzwald ankam hatte mein Tacho 1800 km mehr drauf als noch vor einer Woche.

Denke auch dass ich gezeigt habe, dass nicht nur die Bayern flotte und zuverlässige 2-Zylinder bauen können, sondern auch die Jungs von der Insel schöne und schnelle Mopeds hestellen.

Bis irgendwo on the road dann ....

Das war ne dunkle Stunde für die Britin... ich war zu schnell für meine Fahrkünste in ner Linkskurve nahe am Nürburgring... es war ein Samstagabend...

Aber ich konnte mit ihr noch die 400 km bis in den Schwarzwald fahren wenn auch langsam.... Sie überschlug sich über den Lenker ... Defekte waren der linke Stummel, das rechte Standrohr und der Drehzahlmesser...

aber nach der Reparatur bin ich noch 6000 km mit ihr gefahren...

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Aber sie hatte auch noch schöne Stunden erlebt


Sabine hatte sich der Blonden dann angenommen als ich die Dicke bekommen hatte. Wir sind zusammen einige Touren gefahren.

Eine schöne Tour ging in den Pfälzer Wald und in den Hunsrück und übers Elsaß zurück in den Schwarzen Wald

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Hier standen die Beiden vor einem Cafe im Elsaß